Queeres Leben in den 1920er Jahren. Kunst und Gesellschaft der Weimarer Republik
Positionen der aktuellen Ausstellung BLICK.FANG.MODERNE – Menschenbilder zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit im Kirchnerhaus Museum regen dazu an, sich mit den queeren Lebenswelten der Weimarer Republik auseinanderzusetzen. Die 1920er Jahre waren eine Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche, in der neue Freiräume für unterschiedliche Lebensentwürfe entstanden, zugleich aber auch Vorurteile, Unsicherheiten und Repressionen fortbestanden.
In einem lockeren, etwa 45-minütigen Vortrag möchten Julia Hasenstab (KirchnerHAUS Museum) und Johannes Honeck (Christian Schad Museum) diesen Spannungsraum näher betrachten. Anhand ausgewählter Beispiele aus Kunst, Kultur und Zeitgeschichte gehen sie der Frage nach, wie queere Lebenswelten in den 1920er Jahren sichtbar wurden und wie Künstlerinnen und Künstler auf diese gesellschaftlichen Veränderungen reagierten.
Dabei werfen sie auch einen Blick auf das Menschenbild dieser Zeit, das sich in der Kunst zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit besonders eindrucksvoll zeigt und das die Ausstellung im Kirchnerhaus Museum zur Diskussion stellt.
Eine Kooperation von KirchnerHAUS Museum und Christian Schad Museum